Betreutes Wohnen oder Pflege zu Hause?

An der Costa Blanca leben etwa so viele deutschsprachige Menschen, wie in einer deutschen Mittelstadt oder einer kleinen Großstadt. Der „kleine“ Unterschied: Während Sie in einer Stadt dieser Größe vielleicht 10 - 15 Kilometer von einem Ende zum anderen fahren, dehnt sich die Costa Blanca über ca. 170 Kilometer Küstenlinie und bis zu 20 Kilometer ins Hinterland.

Ein Beispiel zum Vergleich
Deutschland
Wilhelmshaven ist eine Mittelstadt mit ca. 76.000 Einwohnern an der Nordseeküste. Laut www.wohnen-im-alter.de gibt es in Wilhelmshaven 29 Senioreneinrichtungen und laut www.seniorenportal.de bieten 31 ambulante Pflegedienste Betreuung zu Hause an. Wenn Sie dort durch die Straßen fahren, treffen Sie buchstäblich alle paar Sekunden auf einen der Kleinwagen mit der Werbung eines Pflegedienstes. Viele Pflegedienste haben sich in einer Notrufzentrale zusammengeschlossen, um den großen Aufwand für die ununterbrochene Einsatzbereitschaft 24 Stunden an 365/366 Tagen im Jahr zu teilen und die Dienstleistung unter ihren eigenen Marken wirtschaftlich anbieten zu können. Trotzdem gibt es 29 stationäre Wohnangebote mit unterschiedlichem Service für Senioren.

Costa Blanca
Nun stellen Sie sich die Situation an der Costa Blanca vor. Eine flächendeckend zuverlässige, deutschsprachige, Versorgung mit ambulanter Pflege und einer verlässlichen Notrufbereitschaft ist angesichts des großen Gebietes zu vernünftigen Kosten nicht möglich. Einige seriöse Pflegedienste sind regional begrenzt tätig. Andere verkaufen Leistungen, die sie im Notfall nicht erbringen können. Allein das Schlüsselmanagement ist eine fast unlösbare Aufgabe. In ihrer Not greifen hilfsbedürftige Menschen dann oft zu vermeintlich günstigen Lösungen illegaler Dienste oder liefern sich Helfern aus, deren Motive sehr unterschiedlich sein können. Die Zahl der Wohnangebote für deutschsprachige Senioren ist an der Costa Blanca dagegen durchaus überschaubar. In Beniarbeig gibt es Solvida.

Einfach mal nachdenken!
Wenn Sie in Hamburg wohnen und in Berlin eine lukrative Arbeitsstelle bekommen, ist das ein guter Grund für einen Umzug. Hin- und herfahren ist allenfalls für eine Übergangszeit sinnvoll. Wenn Sie in Jávea, Balcon al Mar leben und der nächste Pflegedienst seinen Sitz in Calpe hat, dann beträgt die Fahrzeit ca. 45 Minuten für 27 Kilometer. Einfache Strecke! Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass ein pflegebedürftiger Patient täglich dreimal versorgt wird. Das wären dann täglich 4,5 Stunden Fahrzeit und 162 Kilometer, knapp 1.650 Stunden und 60.000 Kilometer im Jahr. Ohne die Arbeitszeit beim Patienten, die noch hinzukommt. Unsinn, oder? Wer soll das bezahlen? Das ist ein echtes Beispiel, wie es sich tatsächlich bei DiaCare ereignet hat. Der Kunde zog dann nach Solvida, wurde so oft versorgt, wie er es brauchte und alles war viel, viel billiger.

Fazit
Wenn Sie einen Privatjet haben, können Sie natürlich auf Tahiti wohnen und jeden Sonntag zum Hamburger Fischmarkt gehen. Mühsam, aber machbar. Ansonsten müssen Sie sich mit Ihren Möglichkeiten arrangieren. Wenn Hilfe im eigenen Haus zu aufwendig wird, ziehen Sie eben näher zur Hilfe. Da ist Betreutes Wohnen ein sinnvoller Kompromiss.

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